Was tun, wenn bei mir eingebrochen wurde?

Maskierter bricht in Wohnung ein

Nach einem Einbruch sitzt der Schock tief. Und dennoch gilt es, einen klaren Kopf zu bewahren und sich rational zu verhalten. Was im Fall der Fälle zu tun ist, erfahren Sie hier.

Rufen Sie die Polizei an!

Rufen Sie als allererstes die Notrufnummer 110 an. Versuchen Sie am Telefon die Situation vor Ort ruhig zu schildern. Wir sind schnellstmöglich bei Ihnen.

So schwer es fällt, betreten Sie nicht Ihre eigenen vier Wände. Lassen Sie die möglicherweise noch anwesenden Einbrecherinnen bzw. Einbrecher entkommen. Für gewöhnlich wollen diese schnell und geräuschlos verschwinden. Fühlen sie sich in die Enge getrieben, könnte das allerdings irrationale Reaktionen hervorrufen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer drohenden Haftstrafe. Also: Gehen Sie einer Auseinandersetzung aus dem Weg – Ihrer Gesundheit zuliebe!

Beobachten Sie ggf. aus sicherer Entfernung und prägen Sie sich das Erscheinungsbild der Straftäterinnen bzw. Straftäter so gut es geht ein. Achten Sie auf Größe, Statur, Geschlecht, Kleidung, Haarfarbe, im Allgemeinen schnell wahrnehmbare vielleicht sogar sehr auffällige Merkmale. Flüchten Personen? Wenn ja, in welche Richtung? Zu Fuß oder mit einem Fahrzeug? Teilen Sie uns all das schnellstmöglich über den Notruf der Polizei mit. Falls möglich, machen Sie sich Notizen. Diese könnten unseren Ermittlungen später zugutekommen.

Versuchen Sie sich nicht in Sachen Spurensicherung!

Wir sind unterwegs zu Ihnen! Ihre Wohnung oder Ihr Haus ist nun allerdings ein Tatort, den Sie erst nach uns begehen sollten. Und folgen Sie einem absoluten Klassiker unter den Krimi-Weisheiten: Fassen Sie nichts an. Sie könnten vorhandene Spuren vernichten.

Unsere Spurensicherung macht sich mit geschultem Blick und spezieller Ausrüstung auf die Suche nach möglichen Hinterlassenschaften der Straftäterinnen bzw. Straftäter wie etwa Werkzeug-, Fingerabdruck-, Schuhabdruck- oder DNA-Spuren.

Übrigens: Es gibt immer wieder Einbruchsopfer, die mitunter aus Scham vor dem Eintreffen der Polizei aufräumen. Das ist unnötig und gefährdet die Spurensuche und -sicherung enorm.

Sperren Sie Zahlmittel sowie Telefone und helfen Sie bei der Fahndung!

Ist die Spurensicherung abgeschlossen, können Sie überprüfen, ob Eigentum entwendet wurde. Zumeist wird Ihnen die Frage danach bereits im Zuge der Anzeigenaufnahme gestellt.

Falls Dokumente wie der Personalausweis oder der Führerschein entwendet wurden, sollten wir das für Fahndungszwecke sofort wissen. Fehlen Geldkarten, können Sie diese über Ihr Geldinstitut oder den zentralen Sperr-Notruf (Tel.: 116 116) sperren – ebenso wie die dazugehörigen Konten.

Bitte denken Sie auch an Ihr Mobiltelefon oder möglicherweise entwendete SIM-Karten. Um deren Missbrauch zu verhindern, kontaktieren Sie Ihren Mobilfunkanbieter oder wenden sich ebenfalls an den zentralen Sperr-Notruf. Zudem hilft es unserer Fahndung, wenn Sie die 15-stellige IMEI-Nummer Ihres Mobiltelefons bereits bei der Anzeigenerstattung nennen können. Heißt: Am besten jetzt abfragen und notieren! Für die IMEI-Nummer braucht es über das Handy-Tastenfeld nur folgenden Code: *#06#. Zumeist finden Sie die IMEI-Nummer jedoch auch auf der Rechnung zum Gerät.

Smartphones bieten sogar großes Potenzial für die Fahndung nach den Kriminellen. Über Apps zur Ortung des Mobiltelefons können Sie versuchen, Ihr Handy zu lokalisieren. Falls dies erfolgreich war, geben Sie diese Informationen unverzüglich über den Notruf an uns weiter. Werden Sie allerdings bitte nicht selber tätig. Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Ihre Gesundheit geht vor!

Übrigens: Für die Neubeantragung von Führerschein u. ä. benötigen Sie ein aktuelles Personaldokument. Was aber tun, wenn sämtliche Identitätsnachweise gestohlen wurden? Ganz einfach: Die Bürgerämter bieten in solchen Fällen den Service, Ihnen einen vorläufigen Personalausweis umgehend und ohne Termin auszustellen.

Verständigen Sie Ihre Versicherung!

Natürlich sollten Sie sich ebenso um die Schadensregulierung Gedanken machen. Verfügen Sie über eine Versicherung, die im Einbruchsfalle greift? Wenn ja, dann schnellstmöglich verständigen und umgehend den Schaden melden. Für allgemeine und Detailfragen wenden Sie sich bitte an Ihre Versicherung.

 Übrigens: In der Datenbank Securius veröffentlicht das Bundeskriminalamt sichergestellte Wertgegenstände, die mutmaßlich in Zusammenhang mit einer Straftat stehen.

Suchen Sie sich Hilfe!

Ein Einbruch trifft uns dort, wo wir uns eigentlich so geborgen wie nirgends sonst fühlen sollten. Daher fällt es Opfern mitunter schwer, das Verbrechen zu verarbeiten. Scheuen Sie sich nicht, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für psychische und materielle Sorgen bei den Geschädigten von Straftaten sind Opferhilfen wie z. B. der Weiße Ring und der Opferhilfe Berlin e.V. bewährte Anlaufstellen.

Prävention gegen Einbruch: Sorgen Sie vor!

Es gibt Vorkehrungen, durch die sich das Einbruchsrisiko senken lässt. Lassen Sie sich doch kostenlos von der Beratungsstelle Einbruchschutz informieren. Am besten gleich auf dafürdich.berlin. Sie können die Kolleginnen und Kollegen aber auch ohne vorherige Terminvereinbarung aufsuchen oder einen Termin zur Vor-Ort-Beratung Ihres Objekts vereinbaren.

Für den Notfall können Sie zudem ein Wertgegenstandsverzeichnis inklusive Fotos erstellen. Gerade bei der Fahndung sowie der Schadensregulierung mit der Versicherung kann dieses sehr hilfreich sein.

Weitere Informationen über die Beratungsstelle Einbruchsschutz sowie zu Schutzmaßnahmen finden Sie hier.

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